Saturday, October 31, 2026

KW 444/26

You look like a perfect fit...for a girl in need of a tourniquet. But can you Save me? 

Was Berlin heute erwartet: 1500 Polizisten zusätzlich aus Angst vor Gen-Z Protesten. Nach schweren Ausschreitungen in Frankreich und Italien bereitet sich auch die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz vor. Geschäfte am Kurfürstendamm verbarrikadieren vorsorglich ihre Schaufenster... Gesellschaftliche Unruhen sind häufig Anlass dafür, sich zu fragen, ob man eigentlich selbst vorbereitet wäre... im Falle eines Falles...
Stand jetzt: Die schwere Haustür meines Wohnhauses steht offen. Ein älterer Herr der Firma "Perfect Service" wurde mit der Reinigung des Treppenhauses beauftragt und prüft eingehend die Versiegelung, mit der er das abgenutzte Laminat (schon am Vortag) bearbeitet hat.  Es riecht angenehm (nach Gewürzen), sage ich. Is aber nur Chemie, erwidert er. Er habe gehofft, dass so früh noch niemand unterwegs sei. Aha! Schon das erste Indiz dafür, dass Beobachtungsgabe und Ortskenntnis augenscheinlich nicht zu seinen Kernkopetenzen gehören.

Ich bitte ihn, die Tür doch baldmöglichst wieder zu schließen, was er quittiert wird mit einem leicht spöttischen: Haben Sie Angst?_ Ich pass auf.  Ich möchte nicht undankbar scheinen, doch mein Vertrauen in die Bodyguard-Qualitäten dieses rüstigen Rentners sind begrenzt. Obwohl professionelle Personenschützer natürlich (anders als im Kino) eigentlich dezent im Hintergrund agieren, bin ich skeptisch. Mit anderen Worten...ich sollte selbst_ in der Lage sein...zu tun, was getan werden muss.

Prepper verfügen nicht nur über Ausrüstung und Technik, sondern auch über Fähigkeiten und Wissen eine gewisse Zeit in der Natur zu überleben. Na Wasservorräte sollte man schon haben, sagt P.. Wo ist das Problem? N paar 5 l Kanister ausm Baumarkt sind doch schnell besorgt. - Und wohin damit? Ins Schlafzimmer? Tiefgarage.. In den praktischen Faltkanister von Origin Outdoors kannst du Trinkwasser oder Anderes abfüllen, bevorraten oder transportieren. Voraussetzung: Behälter, Raum und Fortbewegungsmittel  Plötzlich ein Regenbogen und ein Eichelhäher vor dem Fenster...erinnert an Lebensfreude, Leichtigkeit und ermutigt zu Großzügigkeit und Vertrauen.


Saturday, October 24, 2026

KW 43/26

Hallo, alte Oma...bist du schwerhörig? riefen mir diese Woche auf der Gassirunde ein paar freche Kitablagen zu. Offenbar bin ich sichtbar gealtert und die Zeit in der ich meine Ohren um 180 Grad drehen konnte, um Geräusche perfekt zu lokalisieren, ist auch vorbei. 
Vielleicht sollte ich mir also neue Wege suchen. Für die tägliche Gassirunde und das persönliche Weiterkommen.
First and Foremost: Entscheidungen treffen und UMSETZEN. Dazu gehört es wohl auch Dinge wirklich beenden! Diese Erleichterung, die sich einstellt, wenn man es dann doch mal schafft einen Tab zu schließen - sei es beruflich oder privat.
Wieso hardere ich bloß dermaßen damit etwas final abzuschliessen? und zögere Entscheidungen hinaus, bis ans ENDe meiner Kräfte. Ist es Zufall dass das Wörtchen "erledigt" auch einen Erschöpfpungszustand beschreibt? Ich denke nicht. Become a finisher!  sollte ich mir hinter die Ohren schreiben oder besser noch ins Gesicht tätowieren lassen. (und dann gleich nochmal an der Kita vorbei spazieren)

Saturday, October 17, 2026

KW 42/26


Es gibt Dinge die getan werden sollten. Das weiss man. Man sollte beispielsweise Sport treiben, sich (mal wieder) die Zähne putzen und ankleiden, um die Wäscheberge kümmern, die Spülmaschine einräumen/anstellen und ausräumen, den Wocheneinkauf tätigen ud ggf. auch Aufgaben erledigen, die eine Deadline haben (wie der finale Abschluss und Versand einer Hausarbeit, die schon seit Wochen darauf wartet)
stattdessen sitze ich hier und...notiere...
halte mich an diesem wöchentlichen Riutal fest (wie am Henkel einer Tasse...Strohhalm oder Zigarette...)
Warum?   ...etwas in die Wege zu leiten (und sei es eine Maschine anzustellen) erfordert ...eine FINALE Ent-scheidung zu treffen.  Entscheidet man sich JETZT die Tür zu öffnen oder zu schließen?

Das Leben Aufräumen ganz allgemein..Tagtäglich. das hört nie auf. analog wie digital.
Wie du betreibst keine Digitalhygiene? ..seit der Neugeräteanschaffung vor ...(zig Jahren) ...nur zugemüllt...
Die Frage, ob man etwas braucht erübrigt sich eben, solange man über "Platz/Raum/Kapazitäten" verfügt. Haben ist besser als brauchen...
Dementsprechend geht es wohl eher darum: "Brauche ich das wirklich?"  ...sich klarmachen, dass Be-sitz auch Ballast bedeutet.






Saturday, October 10, 2026

KW 41/26

C'est l'heure de petit déjeuner.
Voilà, un "Croi-Song": Attends. Je déteste les deux-points. Alors...nochmal von vorn...voici, un Croi-Song amande. Pardon, allemand.

Lese im Blätterteig...
Während der Großteil der Bürger noch schläft oder hypnotisiert der Band zuhört, statt endlich in die Rettungsboote zu steigen, wird _ von einer tiefen Unruhe erfasst. Ihr wird zunehmend bewusst, dass der Verbleib in ihrer Komfortzone den möglichen Untergang bedeuten kann. Doch selbst wenn das physische Überleben darin möglich wäre, so drohte ihr dennoch der seelische Tod, da wirkliches Leben doch mehr war als Nahrung und Zerstreuung...

Augenblick! Ein Blick auf die Dinge "Hier" und "Jetzt". Ein Rahmen, eine Entscheidung. Die einzige Möglichkeit.

Saturday, October 3, 2026

KW 40/26

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Everything is far from perfect. I know. Do NOT remind me again! 
Als ich heute früh erwachte war das erste worauf mein Blick ein Buch mit dem Titel: L'art subtil de s'en foutre: Un guide à contre-courant pour être soi-même, zu deutsch: Die subtile Kunst des Darauf Scheißens: Ein Gegenentwurf zum Optimierungswahn. ...mit hilfreichen Tipps für ein entspannteres und besseres Leben, um seine Energie für sinnvolleres Dinge zu verwenden, als die die einem egal sein können. Früher oder später kriegen wir sie mit DANONE Joghurt
Un livre de développement personnel pour ceux qui détestent le développement personnel Le discours ambiant nous pousse sans cesse à nous améliorer. Sois plus heureux. Sois en meilleure santé. Sois plus intelligent, plus rapide, plus riche, plus sexy, plus productif. Mais il faut en finir avec la pensée positive, nous dit Mark Manson. "Soyons honnêtes : parfois tout va de travers, et il faut faire avec". Depuis quelques années, à travers son blog au succès phénoménal, Mark Manson explore les aspirations délirantes qui déforment notre perception du monde. Il propose ici sa sagesse pratique, joyeusement insolente. C'est en regardant en face nos peurs, nos défauts et nos incertitudes - en arrêtant de fuir et d'éviter -, que nous pourrons trouver le courage et la confiance qui nous manquent tant. Mark Manson invite à un moment de parler vrai en mode je-te-regarde-dans-les-yeux, fait d'histoires vécues et d'humour potache. Un livre-manifeste pour construire des vies plus réjouissantes, plus ancrées.

Saturday, September 26, 2026

KW 39/26

Geräuschkulisse am morgen zwingt Schädel in Schraubstock. Konstant dumpfes Surren von Rotorblättern durch Helikopterkreisen, schweres Stampfen und unregelmäßiges Getrappel von Nachbarn über alte Dielen an der Decke, Scheppern aus dem Altglascontainer von der Basis, Zuschlagen von Türen über die (Schläfen)seiten, Geklacke und Geschnaufe von Körpern die sich von oben nach unten und unten nach oben durchs Treppenhaus schleppen..

Alles schon wieder zuviel. Schallschutz muss her. Die NC Kopfhörer... - einzige Möglichkeit sich dieser Umgebung zu entziehen: Einstülpung. Sich in sich zurückziehen, wie ein invertierter Nippel. Zoom into the soul. Is gefährlich, sagt jemand. Ich bin gangsta, ich machs trotzdem.


Friday, September 18, 2026

KW 38/26

 Herbstanfang, Wahlsonntag und beginnende Athrose...

was tue ich? was soll das hier? bin ich Schriftsteller oder Schreiber? oder gar nichts von beidem?

Der Schriftsteller (l'écrivain) praktiziert das intransitive Schreiben – das Schreiben ohne äußeren Zweck. Seine Sprache absorbiert ihn selbst. Für den Schreiber (l'écrivant) hingegen steht das Vermitteln einer bereits vorab existierenden Idee im Vordergrund. 
Die Unterscheidung zwischen Schriftsteller und Schreiber legt das fundamentale Fundament für das Konzept, das Roland Barthes 1967 in seinem berühmten Essay „Der Tod des Autors“ (La mort de l'auteur) formulierte. Sobald ein Text als „Literatur“ beginnt, verliert der Autor jegliche Kontrolle. Das Schreiben ist für Barthes der Ort, an dem jede Identität verloren geht, angefangen bei der Identität des Körpers, der schreibt. Nicht mehr der Autor spricht, sondern die Sprache selbst.

Im „Tod des Autors“ ersetzt Barthes den Begriff des „Autors“ durch den des „Skriptors“ (scripteur). Dieser Skriptor wird zusammen mit dem Text geboren; er hat keine Vergangenheit, keine Tiefe und keine psychologische Absicht mehr. Er kopiert und kombiniert nur noch ein Gewebe aus Zitaten.

– und der einzige Ort, an dem diese Vielfalt zusammenläuft, ist nicht der Autor, sondern der Leser.

Es ist kalt geworden. In Kürze beginnt die Heizperiode. Morgen sind Wahlen und der Verfall schreitet voran. DIe unbedachte Geste einer Nebensächlichkeit mündet in lebensverändernde Umstände.
Beim Aufdrehen einer widerspenstigen Flasche einen stechenden Schmerz verspürt und...auf einmal kann man sich nicht mal mehr denn Hintern selbständig abwischen.

Verschleiss des Sattelgelenks, vermutet die KI.

Nicht das Subjekt (der Mensch) spricht durch die Sprache, sondern die Sprache spricht durch den Skriptor. Er stellt der Sprache lediglich seine Hand und seine Zeit zur Verfügung.