Herbstanfang, Wahlsonntag und beginnende Athrose...
was tue ich? was soll das hier? bin ich Schriftsteller oder Schreiber? oder gar nichts von beidem?
Der Schriftsteller (l'écrivain) praktiziert das intransitive Schreiben – das Schreiben ohne äußeren Zweck. Seine Sprache absorbiert ihn selbst. Für den Schreiber (l'écrivant) hingegen steht das Vermitteln einer bereits vorab existierenden Idee im Vordergrund.
Die Unterscheidung zwischen Schriftsteller und Schreiber legt das fundamentale Fundament für das Konzept, das Roland Barthes 1967 in seinem berühmten Essay „Der Tod des Autors“ (La mort de l'auteur) formulierte. Sobald ein Text als „Literatur“ beginnt, verliert der Autor jegliche Kontrolle. Das Schreiben ist für Barthes der Ort, an dem jede Identität verloren geht, angefangen bei der Identität des Körpers, der schreibt. Nicht mehr der Autor spricht, sondern die Sprache selbst.
Im „Tod des Autors“ ersetzt Barthes den Begriff des „Autors“ durch den des „Skriptors“ (scripteur). Dieser Skriptor wird zusammen mit dem Text geboren; er hat keine Vergangenheit, keine Tiefe und keine psychologische Absicht mehr. Er kopiert und kombiniert nur noch ein Gewebe aus Zitaten.
– und der einzige Ort, an dem diese Vielfalt zusammenläuft, ist nicht der Autor, sondern der Leser.
Es ist kalt geworden. In Kürze beginnt die Heizperiode. Morgen sind Wahlen und der Verfall schreitet voran. DIe unbedachte Geste einer Nebensächlichkeit mündet in lebensverändernde Umstände.
Beim Aufdrehen einer widerspenstigen Flasche einen stechenden Schmerz verspürt und...auf einmal kann man sich nicht mal mehr denn Hintern selbständig abwischen.
Verschleiss des Sattelgelenks, vermutet die KI.
Nicht das Subjekt (der Mensch) spricht durch die Sprache, sondern die Sprache spricht durch den Skriptor. Er stellt der Sprache lediglich seine Hand und seine Zeit zur Verfügung.