Saturday, September 26, 2026

KW 39/26

Geräuschkulisse am morgen zwingt Schädel in Schraubstock. Konstant dumpfes Surren von Rotorblättern durch Helikopterkreisen, schweres Stampfen und unregelmäßiges Getrappel von Nachbarn über alte Dielen an der Decke, Scheppern aus dem Altglascontainer von der Basis, Zuschlagen von Türen über die (Schläfen)seiten, Geklacke und Geschnaufe von Körpern die sich von oben nach unten und unten nach oben durchs Treppenhaus schleppen..

Alles schon wieder zuviel. Schallschutz muss her. Die NC Kopfhörer... - einzige Möglichkeit sich dieser Umgebung zu entziehen: Einstülpung. Sich in sich zurückziehen, wie ein invertierter Nippel. Zoom into the soul. Is gefährlich, sagt jemand. Ich bin gangsta, ich machs trotzdem.


Friday, September 18, 2026

KW 38/26

 Herbstanfang, Wahlsonntag und beginnende Athrose...

was tue ich? was soll das hier? bin ich Schriftsteller oder Schreiber? oder gar nichts von beidem?

Der Schriftsteller (l'écrivain) praktiziert das intransitive Schreiben – das Schreiben ohne äußeren Zweck. Seine Sprache absorbiert ihn selbst. Für den Schreiber (l'écrivant) hingegen steht das Vermitteln einer bereits vorab existierenden Idee im Vordergrund. 
Die Unterscheidung zwischen Schriftsteller und Schreiber legt das fundamentale Fundament für das Konzept, das Roland Barthes 1967 in seinem berühmten Essay „Der Tod des Autors“ (La mort de l'auteur) formulierte. Sobald ein Text als „Literatur“ beginnt, verliert der Autor jegliche Kontrolle. Das Schreiben ist für Barthes der Ort, an dem jede Identität verloren geht, angefangen bei der Identität des Körpers, der schreibt. Nicht mehr der Autor spricht, sondern die Sprache selbst.

Im „Tod des Autors“ ersetzt Barthes den Begriff des „Autors“ durch den des „Skriptors“ (scripteur). Dieser Skriptor wird zusammen mit dem Text geboren; er hat keine Vergangenheit, keine Tiefe und keine psychologische Absicht mehr. Er kopiert und kombiniert nur noch ein Gewebe aus Zitaten.

– und der einzige Ort, an dem diese Vielfalt zusammenläuft, ist nicht der Autor, sondern der Leser.

Es ist kalt geworden. In Kürze beginnt die Heizperiode. Morgen sind Wahlen und der Verfall schreitet voran. DIe unbedachte Geste einer Nebensächlichkeit mündet in lebensverändernde Umstände.
Beim Aufdrehen einer widerspenstigen Flasche einen stechenden Schmerz verspürt und...auf einmal kann man sich nicht mal mehr denn Hintern selbständig abwischen.

Verschleiss des Sattelgelenks, vermutet die KI.

Nicht das Subjekt (der Mensch) spricht durch die Sprache, sondern die Sprache spricht durch den Skriptor. Er stellt der Sprache lediglich seine Hand und seine Zeit zur Verfügung.


Monday, September 14, 2026


 Da ist man gerade mal 4 Tage weg und schon haben sich im Türrahmen Spinnweben gebildet...

Was ist es, dass mich dazu treibt jedes Exkrement festhalten zu wollen?  Leide ich unter Analfixierung? 

Friday, September 4, 2026

...log

Die Fluten, die Flammen, die Fragen -
und dann auf Asche sehn:
"Leben ist Brückenschlagen
über Ströme, die vergehn." 
Gottfried Benn