"11:59:58 11:59:59 Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit dem "Wochenspiegel“. Neues aus der Abtörnstadt. Vergangenheitssortierung und Zukunftsprognosen.
Zum Jahresbeginn will der „Glutkern des Seins" mal wieder entschlackt werden. PURGE!!! brüllt die Zirbeldrüse. Auf dem Tisch liegt noch die ungelesene Zeitung aus dem Vorjahr mit der Headline: „Ist das wichtig oder kann das weg?“
Jaja...geht gleich los. Muss diesen Gedanken nur noch schnell _ einordnen? (der Wunsch dem allgegenwärtigen Verschwommenheitsgefühl Kontur zu verleihen und etwas einmal definitiv (und sauber!) zu fixieren /beenden/abzuschließen ist ja grundsätzlich vorhanden...und doch klingt H Dur heute mal wieder gefährlich nach moll (von g kommend...) als sei das gelb im Tuschkasten gerade mit Blau in Berührung gekommen.
„Definieren Sie die Grenze des Taktes, den Sie spielen!"…Keine offenen Kartons…die EINS im nächsten Takt ist der Gartenzaun. Sehe Streit um einen Apfel...Sollte mal wieder Zirbeldrüsenhygiene…betreiben.
Stattdessen vertrete ich mir kurz die Beine. Vor der Tür zerfließt die Eisenhower Matrix zu Einheitsbrei mit Edeltrantüteninfos. K. kommt aus dem Haus und erzählt vom Krakau. Wunderschön und die ganze Zeit blauer Himmel. Eine Hotelmanagerin instruiert die Reinigungskraft, zerschreddertes Chinaböller Papier aus den Spalten des Kopfsteinpflasters zu entfernen, das eingesickert zu sein scheint wie altes Blut. Der Angestellte schüttelt ungläubig den Kopf und fragt, wie er es anstellen soll... mit Zahnseide?
26 Jahre Arbeitszeit investiert Wagner in sein Opus Magnum den"Ring" mit einer Aufführungsdauer von 15 Stunden.
Von der vagen Idee, seine drei Töchter "Woglinde, Wellende und Floßhilde" nennen zu wollen
beginnend mit 136 Takten in Es-Dur…Brummend…leisen Bass Streichern, die...sich hangelnd übers Fagott zu...welchem Ton?(beim nächsten Ton ist es 12:00)
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