es ist alles gesagt
zu deinen Füssen der Hund, ein warmes, schlafendes Säckchen, das immer mal schnauft, weil du noch da bist...
in den Regalen hinter dir die Worte, Worte, Worte - Plunder und Wunder - Erfüllung und Leere
Soviel gesprochen hast du und nichts gesagt.
Nichts von der Wahrheit, vom Irrtum noch weniger
Vom Fenster schreit eine Amsel, als sei sie losgelassen aus der Hölle
Sonne und Erde, ein altes Paar, zusammengehalten nur von der Kraft der Angst voreinander.
Ob aus dem Schoß des Schweigens, der eisige Atem des Glücks noch einmal zurückkehrt (?)
Keine Angst, kleiner Vogel und keine Trauer um nichts und niemand
Schneller als du vergessen kannst, wird das Haus leer sein, die letzten Dinge abholbereit am Straßenrand
Auch um dich, kleine Chimäre im Weltraum, trauere nicht
Kein Gott, ein glühender Eisklumpen jagt hinter dir her
Nichts träumt der Hund, ist gesagt
Er sagt, es ist alles geträumt
(Werner Söllner)

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